In Leipzig wurde 1913 die Internationale Baufachausstelung veranstaltet. Auch die Münchner Firma F. X. Zettler nahm daran mit Glasprodukten teil. Der Künstler Paul Neu steuerte einige Entwürfe bei. Einige Bleiglasfenster zeigten Entwürfe für den Landessächsischen Heimatschutz. Aufträge erhielten beide für Bleiglasfenster für die zukünftige Deutsche Bücherei in Leipzig sowie für das neue Rathaus und den Ratskeller in Schkeuditz (bei Leipzig). Die Deutsche Bücherei in Leipzig wurde offiziell am 2. September 1916 als Sammelpunkt des gesamten deutschen Schrifttums feierlich eingeweiht. Die noch erhaltenen Buntglasfenster "Fortuna", "Der Rosengärtner", "Der Sämann" und drei Volkstrachten aus dem Schwarzwald, aus dem Spreewald und als Breisgauer Tracht sind heute noch wohlerhalten in der Kantine mit den leuchtenden Farben zu bewundern. Insbesondere Die "Fortuna" hatte es dem Künstler angetan. Zumindest drei Variationen gibt es zu diesem Thema (siehe auch dazu den Paul-Neu-Kalender von 2012: Titel- und Kalenderblatt).

Das Morgenblatt der Münchner Neuesten Nachrichten am 23. November 1913 berichtete zu den Erfolgen:

"Die k. bayer. Hofglasmalerei F. X. Zettler, München, hat gleich anderen Firmen in letzter Zeit verschiedene Aufträge ausgeführt...Ein ganz moderner Auftrag ist von derselben Firma jüngst in Verbindung mit Paul Neu als Entwerfer ausgeführt worden, nämlich die Ausschmückung des neuen Rathauses von Schkeuditz."








Als Bleiglasfenster in der Deutschen Bücherei


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